Die Grundlage für unsere pädagogische Arbeit ist das Kind, es steht im Mittelpunkt.

Ein Kind ist ein Kind

Ein Kind klettert, tobt, rennt, ein Kind ist in sich versunken,ruhig und zurückgezogen;

ein Kind ist laut und  leise, schnell und langsam, fröhlich und traurig, mutig und ängstlich

ein Kind hat Kraft, Ausdauer und Spontaneität, Lebendigkeit, ein Kind hat Angst und ist machtlos;

ein Kind sehnt sich nach Beachtung, Zuwendung und Liebe, ein Kind will für sich allein sein;

ein Kind spricht und schweigt, singt und quäkt, ist unhörbar und schreit,
trampelt und schließt sich ein;

ein Kind ist zärtlich und voller Zorn, besorgt und egoistisch,  liebevoll und aggressiv;

ein Kind will groß sein und die Welt erobern, ein Kind spürt, es ist klein, abhängig und nutzlos;

ein Kind fordert: „Lass mir meine Widersprüche“ und es fordert: „Hilf mir aus meinen Widersprüchen heraus“

(aus kindzentrierte Kindergartenarbeit, Sigurd Hebenstreit)

Daraus leiten sich unsere pädagogischen Schwerpunkte ab:

  • Wir möchten das Kind mit seinen Bedürfnissen ernst nehmen und die Einzigartigkeit jedes Kindes sehen. Deshalb stimmen wir unsere Angebote auf die Kinder ab.
  • Da das Kind seine Umwelt ganzheitlich wahrnimmt, wollen wir es in den unterschiedlichen Wahrnehmungsbereichen ansprechen und fördern.
  • Wir orientieren uns in unserer  Arbeit am Situationsansatz. Das heißt, wir beziehen die Kinder bei der Planung und Durchführung kleinerer Projekte ein. Wir  greifen  beobachtete Situationen der Kinder auf, stellen sie den Kindern vor und diese entscheiden und bestimmen das Projektthema.
  • Wir haben an dem  Tiger-Kids Projekt der AOK teilgenommen und legen deshalb als Kindergarten Wert auf gesunde Ernährung und Bewegung.
So bereiten wir jeden Donnerstag ein gesundes Frühstückbüfett zu. Täglich finden Bewegungsprogramme innerhalb der Gruppen statt. - Dabei ist uns wichtig, dass die Kinder sich auch im Außengelände bewegen. - Durch die Unterstützung des Fördervereins wurde der Spielplatz neu gestaltet. Auch das Fahren mit den LKW, Dreirad, Laufrad… auf dem großen Hof bereitet den Kindern Freude.
  • Im Kindergarten erleben die Kinder, dass sie Teil einer Gruppe sind. Das Kind, das häufig Mittelpunkt der Familie ist, wird mit Regeln, die das Gruppenleben bestimmen, konfrontiert. Das Kind lernt andere wahrzunehmen, zu verstehen und Kommunikation zu entwickeln.
    Es lernt teilen und Rücksicht zu nehmen, aber auch die eigenen Wünsche und Bedürfnisse in der Gruppe zu äußern. So entsteht eine Balance zwischen eigenen und den Bedürfnissen der anderen Kinder. Soziales Lernen ist nur mit Absprachen und Regeln möglich; dabei beschränken wir uns auf die wesentlichen Regeln, die den Kindern Orientierung und Sicherheit geben. Regeln, die für alle verbindlich sind, wenden sich gegen das Faustrecht. Hiermit baut der Kindergarten ein wünschenswertes Erfahrungsfeld für soziales, nicht aggressives Verhalten auf. Ziel ist die Akzeptanz, der partnerschaftliche und gleichberechtigte Umgang. Damit erleben die Kinder Gemeinschaft als etwas Schönes.
  • Für die angehenden Schulkinder findet im letzten Kindergartenjahr einmal in der Woche die „besondere Stunde“ statt. Bei der Themenfindung haben die Kinder ein Mitspracherecht. Dazu können die angehenden Schulkinder ihre Wünsche und Interessen hinsichtlich der Aktivitäten, die sie gerne durchführen möchten äußern. Innerhalb kleinerer Projekte werden Themen erarbeitet, die einen Ausflug z.B. bei der Feuerwehr, Polizei, in der Schule, Bäckerei,  oder eine Waldbegehung mit dem Förster enthalten.
    Da wir nach dem „Situationsorientierten Ansatz“ arbeiten, lehnen wir eine isolierte Vorschularbeit mit Arbeitsblättern ab, und führen stattdessen mit den Kindern kleinere Projekte durch.
  • Erziehungspartnerschaft zeigt sich durch Transparenz, Kooperation und Beratung.

Da wir unsere Erziehungsarbeit als eine familienergänzende Funktion sehen, ist die Zusammenarbeit mit den Eltern von großer Bedeutung.

Wir möchten Eltern einen Einblick in unsere Arbeit geben. Dies geschieht  beispielsweise durch Elternzeitungen, Aushänge und Elternbriefe, sowie  in persönlichen Gesprächen. Eltern erfahren so etwas über unsere Erziehungsziele und Methoden. Regelmäßig werden Entwicklungsgespräche mit den Bezugserzieherinnen geführt. Durch unsere Beobachtungen und Gespräche im Team können wir den Eltern Auskunft über die Entwicklung ihrer Kinder geben und sie bei Fragen und Problemen beraten. Um Kontakte unter den Eltern zu fördern bieten wir Elternveranstaltungen wie Elternabende, Feste, Ausflüge, oder einfach mal  "zum bowlen" fahren an.
Wir freuen uns immer wieder, wenn Eltern bereit sind, am Kindergartengeschehen mitzuwirken. Bereichernde Vorschläge, Ideen, Anregungen und praktische Hilfen sind genauso  gerne gesehen wie auch konstruktive Kritik.
Vor allem bei Festen und Veranstaltungen sind wir auf die Unterstützung durch Kuchen backen, Verkaufen, Basteln… angewiesen. Auch bei der Gestaltung und Renovierung von Gruppenräumen, Außengelände usw. nehmen wir gerne mal ihre Hilfe in Anspruch und freuen uns besonders über gemeinsam gelungene Ergebnisse.